Transit-Tortur : Tipps für einen russischen Visumsantrag

Als wir unsere Flüge gebucht haben, wollten wir unbedingt die Gelegenheit nutzen uns sämtliche Zwischenstops genauer anzuschauen. Es ergab sich, dass wir die Möglichkeit hatten, Moskau zu besuchen. Der Rote Platz war schon immer reizvoll, aber wann kommt man schon einmal nach Moskau? Dann doch lieber Barcelona, Rom oder Stockholm, wenn man einen Citytrip macht.



Wir brauchten ein Transitvisum, um den Moskauer Flughafen verlassen zu dürfen, was sich als eine ziemliche Tortur herausstellte, da die russischen Behörden den deutschen scheinbar ähnlich sind. Während man als Deutscher in die meisten Länder sogar ohne Visum einreisen oder ein solches online unproblematisch beantragen kann, muss man für ein russisches Transitvisum einige Schritte beachten.

Es gibt in Deutschland mehrere Anlaufstellen, um ein Visum zu beantragen.
Je nachdem wie lange man sich im Land aufhalten möchte, muss man ein bestimmtes Visum wählen. Da wir aber nur wenige Stunden in Moskau vebrachten, reichte das Transitvisum, was uns immerhin mit Bearbeitungsgebühr stolze 60€ gekostet hat.

Die Behörde benötigt dafür einen Antrag, den man online ausfüllt, abspeichert und ausgedruckt mitbringt, wenn man der ausgewählten Anlaufstelle schließlich einen Besuch abstattet. Das Problem für uns war, dass es in Bonn laut Internet zwei Anlaufstellen gibt, deren Adressangaben sich jedoch überschneideten, weshalb wir letztendlich total verwirrt waren und auf gut Glück ohne Termin zur VHS-Stelle fuhren. Dort kümmerte sich dann eine junge Dame mit Engelsgeduld um unser Belangen, denn obwohl wir uns vorher informiert hatten, fehlte ein Teil der für den Visumantrag benötigten Dinge. So wollte man von uns neben dem korrekt ausgefüllten Visumsantrag (was schwerer ist als man denkt), auch einen Bankkontoauszug, ein Flugticket aus dem Land, den Nachweis über eine Auslandskrankenversicherung (über 30000€ Versicherungsschutz), ein Passbild,  sowie einen bei der Einreise mindestens noch 6 Monate gültigen Reisepass haben.

Das Visum wird auf eine Seite des Passes geklebt, den Pass selber kann man sich nach einigen Tagen entweder selber abholen oder sich gegen Gebühr zuschicken lassen.

Letztendlich haben wir es mit Hilfe der netten Dame geschafft und wie wir inzwischen festgestellt haben, hat sich der Aufwand tatsächlich gelohnt, denn der Rote Platz mit all seinen schönen Gebäuden war definitiv einen Besuch wert. Mehr zu unserem Citytrip dorthin gibt es bald. :)

Hier findet ihr mehr Informationen, falls ihr ebenfalls Interesse daran habt euch eine nicht ganz so typische Touristenstadt anzuschauen: VHS Germany

- Evi

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